„Computer? Ich will mir meine Mathematik nicht kaputt machen lassen“

Die Zeit

Der Deutsche Gerd Faltings erhält den Abelpreis, quasi den Mathematik-Nobelpreis. Warum er am liebsten allein arbeitet und meint, dass KI uns am Ende wohl für doof hält.

Mit nur 27 Jahren wurde Gerd Faltings 1982 zum jüngsten ordentlichen Mathematikprofessor Deutschlands. Vier Jahre später erhielt er die wichtigste Auszeichnung für brillante junge Mathematiker: die Fields-Medaille. Bis 2022 leitete Faltings mehr als zwei Jahrzehnte lang das Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn. Nun erhält er den Abelpreis, die höchste internationale Auszeichnung für Mathematik. Wofür genau, wusste er kurz vor Bekanntgabe nicht.

Live-Musik – Warum Konzerte unersetzlich bleiben

SWR

Vor der Schallplatte war Musik immer live. Heute wird Musik überwiegend gestreamt. Doch Konzerte wirken anders: Studien zeigen, dass Live-Musik das Gehirn stärker aktiviert, Emotionen intensiviert und ein Gemeinschaftsgefühl schafft. Herzschläge und Hirnströme synchronisieren sich, Glücksgefühle steigen. Musiker reagieren auf das Publikum, jede Aufführung wird einzigartig.

Das Manuskript zur Sendung kann man hier herunterladen.

Nostalgie – Was junge Menschen an früheren Jahrzehnten fasziniert

SWR2

Viele junge Menschen sehnen sich zurück in eine Zeit, die sie selbst nicht erlebt haben. Sie hören die Musik der 1980er oder kleiden sich in der Mode der 1990er-Jahre. Was sie an diesen Jahrzehnten besonders fasziniert: Es gab keine Smartphones, die ununterbrochen ihre Aufmerksamkeit erforderten.

Natürlich wissen sie, dass die Realität damals nicht genauso aussah wie in ihrer Fantasie. Diese „historische Nostalgie“ muss jedoch keine Flucht vor dem Heute sein. Psychologen glauben, dass sie uns helfen kann, unser Leben in einem neuen Licht zu sehen und aus der Vergangenheit Lehren für die Gegenwart zu ziehen.

Ein Radiofeature für SWR2 Wissen.

Der AI Song Contest 2025

Deutschlandfunk Kultur

Musik per KI erzeugen – das kann heute jeder und jede zu Hause mit ein paar Mausklicks. Stimmung, Instrumentierung und Tempo wählen, ein paar Begriffe eintippen – schon produziert die künstliche Intelligenz ein gefälliges Lied, das es bisher nicht gab.

Gestern wurde zum sechsten Mal der Sieger im AI Song Contest gekürt. Der Wettbewerb stammt noch aus der Zeit, als nur verrückte Tonbastler mit KI experimentierten. Wie passt er in die heutige Zeit?

Die fantastische Piratenwerkstatt

Die Zeit

Zwischen Holzbeinen und Augenklappen lernen Kinder in San Francisco, wie man Geschichten schreibt. Nanu? Christoph Drösser hat sich in der Schreibstube des berühmten Autors Dave Eggers umgesehen.

Wer das alte Haus in der Valencia Street Nr. 826 in San Francisco betritt, lässt die normale Welt hinter sich – und steht plötzlich mitten in einem Piratenabenteuer: Holzbeine lehnen in den Regalen, daneben liegen Papageienfutter und Schreibfedern mit Tintenglas. Kanonenkugeln fliegen hier keine – dafür aber Wörter. Denn was wie das Versteck einer Seeräuberbande aussieht, ist ein Ort, an dem Kinder Geschichten erfinden

Gefangen im Stolz-Paradox

Deutschlandfunk

Soll man mit den Rechten reden? Die Soziologin Arlie Russell Hochschild hat sich in den weißesten und zweitärmsten Wahlbezirk der USA begeben, ein ehemaliges Kohlerevier, und sich mit den Menschen dort auseinandergesetzt.

Ihr Fazit: Die Trump-Anhänger sind nicht zu verstehen ohne die emotionalen Kategorien von Stolz und Scham. Ihr Buch „Geraubter Stolz“ ist gerade auf Deutsch erschienen, ich habe es für den Deutschlandfunk rezensiert.

Weg von Trump – Wie Deutschland US-Forscher anlocken will

SWR

In der Vergangenheit hat es viele deutsche Forschende in die USA gezogen – dort winkten höhere Gehälter und komfortable Forschungsbedingungen. Nun attackiert die Trump-Regierung die Universitäten, kürzt die Mittel und mischt sich in die Forschungsinhalte ein.

Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spielen mit dem Gedanken auszuwandern, und deutsche Organisationen preisen den Wissenschaftsstandort Deutschland als Alternative an. Das deutsche Hochschulwesen galt lange als bürokratisch und verknöchert. Nun will es den potenziellen Exil-Forschenden eine Perspektive bieten.